Contrixt Bridge
Manche Systeme in Ihrem Rechenzentrum sind bewusst nicht aus dem Internet erreichbar — etwa ein Proxmox-Cluster, ein VMware vCenter oder ein Hyper-V-Host hinter der Firma-Firewall. Damit Contrixt diese Umgebungen trotzdem auslesen kann, ohne dass Sie einen Port nach außen öffnen, gibt es die Contrixt Bridge: einen kleinen Agenten, den Sie im eigenen Netz installieren.
Wann brauche ich eine Bridge?
Immer dann, wenn die API einer On-Premises-Umgebung nicht öffentlich erreichbar ist:
| Umgebung | Bridge nötig? |
|---|---|
| Proxmox VE ohne öffentliche API | Ja — die Bridge erreicht https://pve.firma.local:8006 aus dem internen Netz |
| VMware vCenter hinter der Firewall | Ja — die Bridge spricht die vCenter-REST-API intern an |
| Hyper-V (Push-Skript) | Nein — hier sendet ein PowerShell-Skript die Daten selbst |
| API über eine öffentliche Adresse erreichbar | Nein — wählen Sie Direkt (Cloud erreicht die API) |
Ist die API dagegen ohnehin von außen erreichbar, verbindet sich Contrixt direkt — dann brauchen Sie keine Bridge.
So funktioniert die Bridge
Die Bridge baut die Verbindung ausschließlich ausgehend über Port 443 (HTTPS) auf — genau wie ein Browser. Sie fragt Contrixt regelmäßig, ob eine Aufgabe ansteht, führt diese im internen Netz aus (z. B. „VM-Liste von Proxmox holen") und meldet das Ergebnis zurück.
Keine eingehende Freischaltung
Es ist keine eingehende Firewall-Regel nötig. Sie öffnen keinen Port und veröffentlichen keine internen Adressen. Die Bridge initiiert jede Verbindung selbst.
Bridge einrichten
- Öffnen Sie Administration → Bridges und legen Sie über Neue Bridge anlegen einen Eintrag an (z. B. „Rechenzentrum Frankfurt").
- Sie erhalten einmalig einen Installations-Token. Kopieren Sie ihn sofort — er wird aus Sicherheitsgründen nicht erneut angezeigt.
- Installieren Sie den Agenten auf einem Server im internen Netz (siehe unten) und schließen Sie die Einrichtung mit dem Token ab.
- In der Bridge-Liste wechselt der Status kurz darauf auf Online.
Installation je Betriebssystem
Der Assistent zeigt den passenden, einsatzfertigen Befehl mit bereits eingesetztem Token. Grundsätzlich gilt:
Debian / Ubuntu (.deb)
curl -fsSL https://app.contrixt.com/api/bridge/download/deb -o contrixt-bridge.deb
sudo dpkg -i contrixt-bridge.deb
sudo contrixt-bridge setup --url https://<ihr-mandant>.contrixt.com --key <TOKEN>RHEL / SUSE (.rpm)
curl -fsSL https://app.contrixt.com/api/bridge/download/rpm -o contrixt-bridge.rpm
sudo rpm -i contrixt-bridge.rpm
sudo contrixt-bridge setup --url https://<ihr-mandant>.contrixt.com --key <TOKEN>Linux generisch (tar.gz)
curl -fsSL https://app.contrixt.com/api/bridge/download/tar -o contrixt-bridge.tar.gz
tar -xzf contrixt-bridge.tar.gz && cd contrixt-bridge
sudo ./install.sh
sudo contrixt-bridge setup --url https://<ihr-mandant>.contrixt.com --key <TOKEN>Windows Server (MSI)
Invoke-WebRequest https://app.contrixt.com/api/bridge/download/msi -OutFile contrixt-bridge.msi
Start-Process msiexec.exe -ArgumentList '/i contrixt-bridge.msi /quiet' -Wait
& 'C:\Program Files\Contrixt Bridge\contrixt-bridge.exe' setup --url https://<ihr-mandant>.contrixt.com --key <TOKEN>Der setup-Befehl hinterlegt den Token und startet den Dienst anschließend automatisch — unter Linux als systemd-Dienst, unter Windows als Windows-Dienst (läuft er bereits, wird er mit der neuen Konfiguration neu gestartet). Der Agent startet nach einem Server-Neustart automatisch wieder mit. Falls der automatische Start fehlschlägt, starten Sie den Dienst manuell mit contrixt-bridge service start.
Status: Online / Offline
Die Bridge meldet sich im Sekundentakt bei Contrixt. In der Liste unter Administration → Bridges sehen Sie je Eintrag:
- Online — die Bridge hat sich in der letzten Minute gemeldet.
- Offline — länger als eine Minute kein Kontakt (Dienst gestoppt, Server aus, Netzwerkproblem).
- Deaktiviert — Sie haben die Bridge manuell pausiert.
Zusätzlich zeigt die Liste, in wie vielen Virt-Verbindungen jede Bridge verwendet wird. Ist eine als Bridge geführte Verbindung offline, weist Contrixt beim Sync darauf hin.
Sicherheit
Die Bridge ist bewusst minimal und auf Nachvollziehbarkeit ausgelegt:
- Nur ausgehend, nur Port 443 — keine eingehende Firewall-Freischaltung, keine veröffentlichten internen Adressen.
- Token einmalig — der Schlüssel wird genau einmal angezeigt und nur als Hash gespeichert. Verlorene Token ersetzen Sie durch Löschen und Neuanlegen der Bridge.
- Kein Shell-Zugriff — die Bridge führt ausschließlich definierte HTTP-Abfragen an Ihre Virtualisierungs-APIs aus. Sie ist keine Fernwartung und öffnet keine Kommandozeile in Ihr Netz.
- Begrenzte Reichweite — jede Aufgabe wird validiert (erlaubte Protokolle, Größen- und Zeitlimits), bevor die Bridge sie ausführt.
Verbindung auf die Bridge umstellen
In jedem Virtualisierungs-Formular (Administration → Integrationen → Proxmox / VMware) finden Sie die Feldgruppe Zugriff:
- Direkt (Cloud erreicht die API) — Standard, wenn die API öffentlich erreichbar ist.
- über Bridge: <Name> — leitet die Abfragen über die gewählte Bridge; der Zusatz (online) / (offline) zeigt den aktuellen Status.
Mehr zur Anbindung selbst finden Sie unter Virtualisierung (VMs).